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Borreliose - Impfung Drucken E-Mail


Borreliose, Lyme-Disease:

Borrelien zählen – so wie die Erreger der menschlichen Syphillis – zu den Spirochäten. Gelangen die Borrelien durch einen Zeckenbiss einmal in den Körper, können sie – trotz Antibiotikatherapie - lebenslang im Körper bleiben und immer wieder Krankheitssymptome oder schwere Spätschäden, sogar Autoimmunerkrankungen, verursachen.

Je nach Region sind bis zu 35 % der Zecken Überträger der Borreliose – in einzelnen Gebieten können sogar bis zu 3 von 4 Zecken Borrelien enthalten (sog. Hochendemiegebiete). Borreliose ist die häufigste durch Zecken übertragene Erkrankung. Da Zentraleuropa /Österreich als Hochendemiegebiet für Borrelien gilt, sollten Hunde, die häufig draußen sind, gegen Borreliose geschützt sein.

Nach der Übertragung der Borrelien auf den Hund können sich diese durch schraubenförmige Bewegungen aktiv im Gewebe fortbewegen und verbreiten sich von der Eintrittsstelle (Zeckenstich) in alle Richtungen weiter. Durch ständige Veränderung ihrer Oberfläche entziehen sich die Borrelien geschickt ihrer Elimination durch das Immunsystem. Dadurch kommt es – durch eine hohe Erregerzahl und die ausgelöste Immunabwehr des Hundes – zu Entzündungsreaktionen und anderen Symptomen.

 

Symptomübersicht beim Hunde
1. Stadium zumeist unerkannt
(Fieber, Appetitlosigkeit,
Teilnahmslosigkeit)
2. Stadium Gelenkentzündungen, Lahmheit
3. Stadium irreversible Haut-, Nieren-,
Nerven- und Herzmuskelschäden

 

Wie wirkt die Impfung?

Verhinderung der Borrelienübertragung durch die Zecke

Saugt eine mit Borrelien befallene Zecke Blut an einem geimpften Hund, nimmt sie mit dieser Blutmahlzeit auch die gebildeten Antikörper auf. Diese Antikörper gelangen dann in den Mitteldarm der Zecke. Dort binden sie sich an die Borrelien, wodurch diese den Zeckendarm nicht mehr verlassen können. So entfaltet die Impfung ihre Wirkung bereits in der Zecke, indem die Borrelien im Zeckendarm absterben. Der Erreger kann nicht übertragen werden. Man spricht in diesem Fall von einer sterilen Immunität. Da die Antikörper im Hund im Lauf der Zeit abgebaut werden, und eine natürliche Infektion keinen Schutz induziert, ist eine regelmäßige Impfung wichtig! Zu empfehlen ist der Impfschutz für alle Hunde, die sich oft im Freien aufhalten, oder die bekanntermaßen häufig von Zecken befallen werden.

 
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