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Wenn die Hormone verrückt spielen …

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Es gibt eine sichere, sanfte und reversible Alternative zur chirurgischen Kastration.
 
 

Warum eine Kastration? Es gibt viele Gründe, warum eine Kastration in Erwägung zu ziehen ist: Gesundheitliche Gründe, z.B. Prostataerkrankungen; Verhinderung einer unerwünschten Fortpflanzung, insbesondere wenn Rüde und Hündin in einem Haushalt leben

Verhaltensprobleme, z.B. übersteigerter Sexualtrieb, Markieren, Streunen.
Bislang war ein chirurgischer Eingriff der einzige langfristige Lösungsansatz.

Die nicht-chirurgische Lösung
Es gibt nun eine vollkommen neue Möglichkeit, die Produktion der Geschlechtshormone zu unterbinden, ohne dass ein chirurgischer Eingriff notwendig ist.
Wirkmechanismus
Nach der Implantation wird konstant ein Wirkstoff freigesetzt, der etwa 6 Monate lang verhindert, dass Botenstoffe produziert werden, die zur Entstehung von Testosteron und anderen Geschlechtshormonen notwendig sind. Somit sinken nach etwa 2 bis 3 Wochen diese Hormonwerte auf ein Basalniveau wie nach einer chirurgischen Kastration.

Bis der Rüde unfruchtbar ist, dauert es etwa 6 Wochen, da das bereits gebildete Sperma im Nebenhoden gespeichert und über diesen Zeitraum noch befruchtungsfähig ist.

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Nehmen Sie seine Prostataprobleme ernst!

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8 von 10 Rüden über 5 Jahren sind betroffen

Gutartig, aber nicht harmlos
Die gutartige Prostatavergrößerung kann Ihren Hund in seinem Wohlbefinden stark beeinträchtigen oder sogar hochschmerzhaft werden. Sichtbare Symptome treten oft erst bei schwerwiegenden Veränderungen auf. Beim Menschen stehen Harnabsatzstörungen an erster Stelle der typischen Krankheitsanzeichen. Beim Rüden drückt eine vergrößerte Prostata vor allem gegen den Enddarm. Deshalb stehen andere Symptome im Vordergrund.

Ist Ihr Rüde älter als 5 Jahre oder haben Sie eine der nachfolgend aufgeführten Veränderungen bemerkt?

  • Erschwerter Kotabsatz
  • Kot wirkt wie flachgedrückt
  • Häufiges erfolgloses Hinhocken
  • Abtropfen von (blutigem) Sekret aus der Harnröhre
  • Blut in Urin oder Samenflüssigkeit
  • Bauchschmerzen unklarer Ursache
  • Hinterhandschwäche
  • Breitbeiniger Gang
  • Fieber
  • Appetitlosigkeit
  • Allgemeines Unwohlsein

Dann sollten Sie Ihren Hund unbedingt Ihrem Tierarzt vorstellen. Besser ist es allerdings – gerade bei älteren Hunden – die Prostata ein- bis zweimal jährlich routinemäßig untersuchen zu lassen.
Vermeidung von Folgeerkrankungen Die Benigne Prostatahyperplasie kann auch Wegbereiter für andere Erkrankungen sein, beispielsweise

  • Prostatazysten (flüssigkeitsgefüllte Hohlräume)
  • Prostataentzündungen
  • Perinealhernien (Dammbruch)
  • Wiederkehrende Blasenentzündungen

Die Benigne Prostatahypertrophie –
Ein unterschätztes Problem

Mehr als 80 % der Rüden, die älter als 5 Jahre sind, leiden an einer gutartigen Vergrößerung der Prostata oder Benignen Prostatahyperplasie (BPH).
Sicherlich haben Sie schon einmal von der Bedeutung von Prostataerkrankungen beim Menschen gehört. Außer beim Menschen kommen nur beim Rüden typischerweise Erkrankungen der Prostata vor.

Ursache
Mit zunehmendem Alter verändert sich das Verhältnis der Geschlechtshormone Testosteron
und Östrogen zueinander. Dieses hormonelle Ungleichgewicht führt zu einer Vergrößerung der Prostata.

Untersuchungsmethoden

Ihrem Tierarzt stehen verschiedene Unter-
suchungsmethoden zur Verfügung:

Rektale Untersuchung
Die Prostata kann – wie beim Menschen – über den Mastdarm abgetastet werden.
Mit dieser Untersuchung kann Ihr Tierarzt die Größe und Beschaffenheit der Prostata ermitteln.

Röntgen
Auf dem Röntgenbild lassen sich vor allem Größen- und Lageveränderungen der Prostata erkennen.

Ultraschall
Mittels Ultraschall kann auch die innere Struktur der Prostata dargestellt und die Größe exakt ermittelt werden.

Therapiemöglichkeiten

Aufgrund der gestellten Diagnose wird Ihr Tierarzt Sie gern bezüglich der für Ihr Tier optimalen Therapie beraten. Diese hat vor allem das Ziel, den Testosteroneinfluss auf die Prostata zu minimieren. Bislang war die chirurgische Kastration die einzige, dauerhaft Erfolg versprechende Möglichkeit zur “Ausschaltung” von Testosteron. Mittlerweile stehen aber auch Medikamente zur Verfügung, die gezielt die Testosteron-Wirkung auf die Prostata blockieren.

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