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Achtung Herbstgrasmilben!

Wissenswertes zu Herbstgrasmilben

Herbstgrasmilben, auch als Neotrombicula autumnails oder Erntemilben bekannt, können nicht nur uns Menschen, sondern auch Haustiere wie Hunde und Katzen befallen. Diese winzigen orangen Milbenlarven leben in hohem Gras, Laub und Bodenstreu und sind vor allem zwischen Juli und Oktober aktiv. Wenn Haustiere durch Gras oder Laub laufen, können sie leicht mit Herbstgrasmilben in Kontakt kommen. Jedoch stellen diese Gliederfüsser nur als Milbenlarve ein Problem dar, da sich ausgewachsene Milben vegetarisch ernähren. Die Larven ernähren sich von Lymphe und der Zellflüssigkeit ihres Wirts.

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Sobald sich die Parasiten an der Haut festgesaugt haben, werden sie etwa 24 bis 72 Stunden bei dem unfreiwilligen Wirt verbringen. Auch in solch einer kurzen Zeit können die Milben stärkere allergische Reaktionen und Hautreizungen bei ihrem Wirt auslösen, da sie ihm während dieser Zeit Allergene Substanzen einspritzen. Dies kann danach zu allergischen Reaktionen führen und Symptome wie Juckreiz, Hautrötungen, Haarausfall und Quaddeln verursachen. Die betroffenen Tiere kratzen sich häufig intensiv, um den Juckreiz zu lindern, was wiederum auch zu Hautverletzungen führen kann.

Die betroffenen Stellen können gekühlt und mit entzündungshemmenden Salben behandelt werden. Falls keine gesundheitlichen Verbesserungen wahrzunehmen sind, ist es ratsam, Ihre Tierarztpraxis aufzusuchen. Dort können die Milben mit einem Präparat einfach und effizient behandelt werden.

Um Ihr Haustier vor Herbstgrasmilben zu schützen, können Sie einige Vorsichtsmassnahmen ergreifen. Vermeiden Sie es, Ihr Haustier in hohen Grasflächen spazieren zu führen, besonders während den warmen und trockenen Herbsttagen. Auch das gründliche Waschen des Tiers mit speziellen Shampoos kann als Präventionsmassnahme genutzt werden. Als eine weitere Vorbeugung kann das Tier auch mit einem speziellen Spray gegen Floh- und Zeckenbefall mehrmals wöchentlich eingesprüht werden.

Es ist wichtig, dass Ihr Haustier regelmässig auf Anzeichen von Herbstgrasmilben untersucht wird, besonders nach Spaziergängen im Wald oder in Parkgebieten. Speziell in den unteren Körperregionen wie Pfötchen, Ellbeugen und am Unterbauch, sammeln sich die Milben gerne an.

Grundsätzlich übertragen die Herbstgrasmilben keine Krankheiten und können auch nicht auf uns Menschen übertragen werden. Mit dem Anstieg an kalten und dunkeln Wintertagen verkleinert sich dafür die Anzahl an lästigen Herbstgrasmilben und unsere Lieblinge können die Natur wieder unbekümmert erkundigen.